Wie lassen sich Schüsselkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern fördern, und das auch noch an verschiedenen Orten in Europa? Das Josef-Hofmiller-Gymnasium Freising (Bayern) hat dazu ein ganzheitliches Lernkonzept entwickelt, um in Zusammenarbeit mit Partnerschulen in Estland, Italien und Spanien wichtige Kompetenzen wie Sprachkenntnisse, soziale und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Dabei kombinieren die Schulen Begegnungen vor Ort mit digitaler Zusammenarbeit und legen Wert auf fächerübergreifendes, praxisnahes und projektbasiertes Lernen. Die angewandten Themen reichen vom Umgang mit Wasserknappheit über nachhaltige Stadtentwicklung bis zu umweltfreundlichem Konsum.
Für den innovativen Ansatz erhält das Josef-Hofmiller-Gymnasium den European Innovative Teaching Award 2026 in der Kategorie „Schulbildung“.
Mehr dazu im Erfahrungsbericht.
An der Sekundarschule Helene-Lange in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) liegt der Schwerpunkt der europäischen Zusammenarbeit auf Angeboten zur Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler. Im Projekt „Mit Sport und Sprache fit ins Leben! Berufsorientierung international“ mit einer Partnerschule in Portugal vertiefen die Jugendlichen Fremdsprachenkenntnisse, lernen verschiedene Berufsbilder kennen und erwerben interkulturelle Kompetenzen.
Für ihr überzeugendes Konzept wird die Schule mit dem European Innovative Teaching Award 2026 in der Kategorie „Europäisches Sprachensiegel“ ausgezeichnet.
Einblicke in die Praxis gibt es hier.
Folgende Schulen werden mit dem Nationalen Sprachensiegel 2026 ausgezeichnet:
Gymnasium Dorfen (Bayern)
Im Bereich des Sprachenlernens fördern die Aktivitäten mit Partnerschulen in Finnland, Frankreich, Italien und Slowenien sowohl die authentische Sprachpraxis als auch Mehrsprachigkeit. Die Teilnahme an Debatten stärken zudem nachhaltig die sprachlichen, kulturellen und kommunikativen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
Holstenschule Neumünster (Schleswig-Holstein)
Im Wahlpflichtfach Portugiesisch haben sich Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse mit der Sprache, Geschichte und Kultur Portugals befasst. Durch den Einsatz digitaler Tools gestalten die Lehrkräfte den Unterricht kreativ und abwechslungsreich. Vor allem der virtuelle und persönliche Kontakt mit Jugendlichen der portugiesischen Partnerschulen trägt erheblich zur Motivation des Sprachenlernens bei.
Der European Innovative Teaching Award
Mit der höchsten europäischen Auszeichnung für Erasmus-Projekte würdigt die EU-Kommission die Arbeit von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie Ausbilderinnen und Ausbildern und will deren Engagement sichtbar machen. Die Auszeichnung wird an Einrichtungen verliehen, die besonders innovative Lehr- und Lernmethoden eingesetzt und nachhaltige wirksame Ergebnisse erzielt haben. Das Jahresthema für 2026 lautet „Skills for Life“ und bezieht sich auf die fünf zentralen Grundkompetenzen Lese- und Schreibfähigkeit, Mathematik, Naturwissenschaften, digitale Kompetenz sowie bürgerschaftliches Engagement. Das Europäische Sprachensiegel ist seit 2025 als eine Kategorie in den European Innovative Teaching Award integriert.
Das Nationale Sprachensiegel
Mit dem Nationalen Sprachensiegel zeichnet die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im PAD hervorragende Projektarbeit im Bereich des Fremdsprachenunterrichts aus, die Sprachkenntnisse vertiefen und mehr Wertschätzung für Sprachenvielfalt in Europa schaffen. Auch wenn ab 2025 das Europäische Sprachensiegel eine Kategorie des European Innovative Teaching Award darstellt, steht es allen Nationalen Agenturen frei, weiterhin Sprachensiegel auf nationaler Ebene außerhalb des EITA zu vergeben.