Wie kann schulische Bildung in Europa in Zukunft gestaltet werden? Welche Unterstützung brauchen Lehrkräfte und Schulleitungen? Und wie lassen sich die Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern stärken? Zu diesen und weiteren Fragen bittet die Europäische Kommission jetzt um Rückmeldungen aus der Bildungspraxis.
Bis 8. September 2026 können sich Lehrkräfte, Schulleitungen, Bildungsverwaltungen, Forschende, Organisationen und weitere Interessierte an drei öffentlichen Konsultationen beteiligen. Die Beiträge fließen in ein neues europäisches Bildungspaket ein, das die Europäische Kommission im November 2026 vorstellen will. Das sind die drei Konsultationen im Überblick:
1. EU Teachers Agenda – enhancing the attractiveness of the education and training profession
Diese Konsultation befasst sich mit der Frage, wie der Lehrberuf in Europa attraktiver werden kann. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Arbeitsbedingungen, Karrierewege, berufliche Weiterentwicklung sowie Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Lehrkräften.
Besonders angesprochen sind dabei Lehrkräfte, Schulleitungen, Aus- und Fortbildende, Schulträger sowie Bildungsverwaltungen.
2. School education – strengthening basic skills and improving performance
Im Fokus dieser Konsultation stehen Strategien zur Förderung grundlegender Kompetenzen. Gesucht werden Erfahrungen und Beispiele dafür, wie Schulen Leistungen in den Bereichen Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften, digitale Kompetenzen und Demokratiebildung stärken können.
Auch hier sind Lehrkräfte aller Schulformen sowie Schulleitungen, Schulaufsichten, Bildungsforschende und Organisationen mit Erfahrung in der Unterrichts- und Schulentwicklung angesprochen.
3. Quality education for all: a 2040 roadmap
Diese Konsultation widmet sich der langfristigen Weiterentwicklung hochwertiger und chancengerechter Bildung in Europa. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Bildungsinfrastruktur, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich sowie Fragen der Inklusion, Teilhabe und digitalen Souveränität. Besonders angesprochen sind ebenfalls Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulträger, Bildungsverwaltungen, Personen aus der Wissenschaft sowie alle, die an der Weiterentwicklung des europäischen Bildungsraums mitwirken möchten.
Die Europäische Kommission ruft mit den drei Umfragen ausdrücklich dazu auf, Erfahrungen aus dem Schulalltag einzubringen. Gesucht werden Beispiele erfolgreicher Praxis, Erkenntnisse aus Forschung und Schulentwicklung sowie Anregungen für künftige europäische Maßnahmen. Gerade Akteurinnen und Akteure, die mit Erasmus+ aktiv sind und bereits einen Zugang zur European School Education Platform haben, können ihre Erfahrungen einbringen und so die zukünftige Ausrichtung der europäischen Bildungspolitik mitgestalten.