Veranstaltung

Delegationsbesuch in Brüssel

„Wir werden auch bürokratische Hürden weiter abbauen": Beauftragte der Bundesländer im Austausch zur Zukunft von Erasmus+

Es ist der vorletzte „Call“ im laufenden EU-Programm: Im November rief EU-Kommission dazu auf, auch 2026 Anträge bei Erasmus+ zu stellen, um europäischen Austausch durchzuführen. Wie es ab 2028 mit Erasmus+ weitergeht, dazu hat die EU-Kommission hat im Juli 2025 einen Entwurf vorgelegt, der vorsieht, das Budget um 50 Prozent auf insgesamt 40,8 Milliarden Euro aufzustocken. Dieser Vorschlag wird aktuell im Rahmen der Diskussion um den Mittelfristigen Finanzrahmen (MFR/MFF) der Europäischen Union für die Jahre von 2028 bis 2034 verhandelt.

Einen Einblick in diese Prozesse und die Zukunft des europäischen Schulaustauschs bekamen Ende November die Erasmus+ Beauftragten der Bundesländer: 15 von ihnen waren auf Delegationsbesuch in Brüssel. Nach dem freundlichen Empfang durch Klaas de Boer bei der Landesvertretung Rheinland-Pfalz hatten sie die Gelegenheit zum Austausch mit Michael Teutsch von der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur (GD EAC). Er versicherte der Delegation: „Für uns sind Lehrkräfte und Schulen ganz zentrale Akteure beim europäischen Austausch. Unser Ziel ist ein Erasmus+ Programm, dass idealerweise jedem jungen Menschen die Möglichkeit geben sollte, an einem Austausch teilzunehmen, und das so früh wie möglich. Wir werden auch bürokratische Hürden weiter abbauen.“

Philipp Aigner, Bundesratsbeauftragter im Ausschuss für Bildungsfragen des Rates der EU, berichtete aus der Arbeit des Ausschusses sowie vom EU-Bildungsminister-Rat. Weitere Gelegenheit zum Gespräch hatten die Erasmus+ Beauftragten mit Frank Petrikowski von der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU (StäV).

Frau Münch-Rosenthal aus Rheinland-Pfalz beschrieb den Delegationsbesuch als inspirierend: „Durch den Austausch vor Ort in Brüssel kann ich die Abläufe bei der Neustrukturierung von Erasmus+ ab 2028 jetzt noch besser nachvollziehen. Das motiviert mich zusätzlich, in meinem Bundesland auf die zahlreichen Möglichkeiten, die das EU-Programm für den Schulbereich bietet, noch stärker hinzuweisen – insbesondere, wenn es darum geht, durch die Gründung von Konsortien einen niederschwelligen Zugang für alle Schularten zu ermöglichen.“

 

Gruppenfoto
PAD-Leiter Gernot Stiwitz und NA-Direktor Thomas Spielkamp begleiteten die Erasmus+ Beauftragten der Länder zum Delegationsbesuch nach Brüssel, wo sie sich mit Michael Teutsch, Heidi Ulrich und Christian Kiefer über deren Arbeit in der Europäischen Kommission austauschen konnten.