Jean Monnet

Die Aktion Jean Monnet fördert Lehre, Lernen, Forschung und Debatten zu Fragen der europäischen Integration sowie zu künftigen Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union. Dabei wird die Stärkung des europäischen Zugehörigkeitsgefühls und Engagements besonders in den Mittelpunkt gestellt.

Collage aus einem Porträtfoto von Jean Monnet mit grafischen Elementen

Die Initiative

Die Jean-Monnet-Initiative fördert seit mehr als 30 Jahren das Wissen über die EU. Ihr Schwerpunkt lag bisher auf der Hochschulbildung. Seit März 2021 können jetzt auch Schulen und Einrichtungen der Berufsbildung Projekte beantragen, um Schülerinnen und Schülern von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule die Europäische Union näher zu bringen. Die Palette reicht von kleineren Projekten für die einzelne Schule – bis 30.000 Euro – bis zu größeren mehrjährigen Projekten mit einem Finanzrahmen bis zu 300.000 Euro.

Die Förderung für solche Projekte wird bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) beantragt.

  • Jean-Monnet-Initiative „Die EU macht Schule“
    Inspirierende Methoden sollen das Lernen über die EU fördern. Sommerkurse, Projektwochen oder Debatten sind nur Beispiele für die Umsetzung dieser Methoden, die in einem Schuljahr umgesetzt werden können. Konkret soll somit eine Unterrichtsreihe zu einem EU-Thema, wie z.B. die Werte der EU oder die kulturelle Vielfalt der EU, durchgeführt werden.
  • Jean-Monnet-Schulungen für Lehrkräfte
    Universitäten und Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften entwickeln kreative und innovative Konzepte, um Schulen und Berufsbildungsanbieter bei der Vermittlung von EU-Inhalten zu unterstützen.
  • Jean-Monnet-Netzwerke
    Netzwerke fördern die Bildung und den Ausbau von Konsortien (Schulen, Berufsbildungseinrichtungen, Interessenträger usw.) im Bereich EU-Studien. Die Netze sammeln Informationen, bieten einen Austausch und bauen Wissen auf.

Termin

Nächster Antragstermin: 1. März 2022, 17:00:00 Uhr (Brüsseler Zeit)

Jean Monnet zentral beantragen

Ein Angebot der Europäischen Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) in Brüssel

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Jean-Monnet-Initiative „Die EU macht Schule“

Für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen aller Erasmus-Programmländer.

Die Initiative „Die EU macht Schule“ will

  • Lehrkräfte dazu befähigen, EU-Inhalte interessant aufzubereiten sowie Fakten und Wissen über die Europäische Union zu vermitteln;

  • für bessere Lernergebnisse bei EU-Themen sorgen;

  • die „EU-Kompetenz“ erhöhen;

  • Interesse an der EU wecken und die Schüler/-innen und Studierenden im Sinne einer aktiven Bürgerschaft für eine stärkere Beteiligung am demokratischen Prozess gewinnen.

Die Aktivitäten im Rahmen von Jean Monnet können eine oder mehrere der folgenden Formen annehmen:

  • offizielle Verankerung des Unterrichts zu Themen der Europäischen Union in den Lehrplänen (Unterricht in einem oder mehreren bestehenden Fächern)
  • Lernerfahrungen zu EU-Themen, die bereits bestehende Kurse ergänzen: kollaboratives Lernen, Co-Teaching und andere Themen
  • außerschulische Seminare, Studienbesuche, andere Arten von EU-Erfahrungen unter Einbeziehung anderer Organisationen

Für die Zwecke der Aktion wird eine Unterrichtsstunde als eine Stunde Lernerfahrung im Rahmen von Schul- oder Berufsbildungsaktivitäten verstanden. Es kann sich dabei um Unterricht im Klassenraum oder außerhalb des Klassenraums handeln (z. B. Workshops, Treffen mit Experten, Studienbesuche), dieser muss aber mit konkreten Lernergebnissen und mit EU-Studien / EU-Werten verbunden sein.

Dauer: 3 Jahre

Eine Jean-Monnet-Initiative „Die EU macht Schule“ muss über mindestens 40 Stunden pro Schuljahr in drei aufeinanderfolgenden Jahren gehen.

Maximaler Förderbetrag: 30.000 Euro (höchstens 80 % der Gesamtkosten)

Eine Schule oder eine Berufsbildungseinrichtung, die in einem EU-Mitgliedstaat oder in einem mit dem Programm assoziierten Drittland ansässig ist.

Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“

Für Einrichtungen, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte anbieten

Die Jean-Monnet-Schulungen für Lehrkräfte zielen darauf ab, Schulen und Berufsbildungsanbieter bei der Planung, Organisation und Bereitstellung von EU-Inhalten in ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten zu unterstützen.

Lehrkräfte sollen Wissen über die EU erlangen und strukturierte Ausbildungsvorschläge mit Inhalten und Methoden erhalten, um EU-Themen in ihre tägliche Arbeit integrieren zu können.

Die Aktivitäten im Rahmen der Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“ sollten die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen für Lehrkräfte umfassen.

  • Diese Aktivitäten können in Form von gezielten Kursen und Modulen, einschließlich Fernunterricht (MOOC und/oder gemischte Aktivitäten) erfolgen.
  • Die Schulungen für Lehrkräfte sollten formal sein und durch ein Zertifikat bescheinigt werden.
  • Zudem sollten die vorgeschlagenen Aktivitäten Unterstützung für die Teilnehmer beinhalten (z. B. Zuschuss zu Reise- und Aufenthaltskosten, Bereitstellung von Handbüchern und anderen speziellen Hilfsmitteln, Befreiung von Gebühren).

Dauer: Drei Jahre

Höchstbetrag je Lehrerausbildung: 300.000 Euro (höchstens 80 Prozent der Gesamtkosten)

Eine Hochschuleinrichtung oder ein Institut/Zentrum für Lehrkräftebildung, die/das eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte in Schulen und Berufsbildungseinrichtungen anbietet.

Einrichtungen in Programmstaaten bei Erasmus+ müssen über eine gültige Erasmus-Hochschulcharta (ECHE) verfügen.

Für jene in Partnerstaaten ist kein ECHE erforderlich.

Jean-Monnet-Netze

Für Schulen und Berufsbildungseinrichtungen in allen Programmstaaten bei Erasmus+ sowie für Hochschulen, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Fortbildung für Lehrkräfte von Schulen und/oder Berufsbildungseinrichtungen anbieten.

Ein Netz muss aus mindestens fünf Organisationen aus mindestens drei verschiedenen Programmstaaten bei Erasmus+ bestehen.

Der Austausch bewährter Verfahren und gemeinsamer Unterricht von Schulen und Berufsbildungsanbietern in einer Gruppe von Ländern mit dem Ziel, einen gemeinsamen Ansatz zu Lernmethoden hinsichtlich von mit der Europäischen Union verbundenen Themen zu fördern.

Dieser Aktionsbereich der Jean-Monnet-Maßnahmen soll Aktivitäten fördern, die nicht auf nationaler Ebene durchgeführt werden können, oder die über eine multinationale Dimension verfügen.

 

Schulen und Berufsbildungsanbieter definieren selbst die Themen ihrer Arbeit, zum Beispiel

  • entwicklen sie neue oder innovative Wege, um verschiedene EU-Themen zu vermitteln und erproben zum Beispiel neue Methoden und Tools für die Unterstützung der Lernenden;
  • tauschen sie sich über bewährte Verfahren und Erfahrungen aus, die sie bei der Vermittlung von EU-Themen gesammelt haben, einschließlich spezifischer Herausforderungen.

Die Lehrkräfte können während einiger Tage Mobilität gemeinsam mit ihren Partnern Lehre und Ausbildungsbegleitung organisieren und anbieten.

Dauer: Drei Jahre

Höchstbeitrag der Finanzhilfe pro Netz: 300.000 Euro (entspricht höchstens 80 % der Gesamtkosten)

Eine Schule, eine berufsbildende Einrichtung oder eine Hochschuleinrichtung, die im Namen der Partner des vorgeschlagenen Netzwerks die Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Fortbildung von Lehrkräften an Schulen und/oder berufsbildenden Einrichtungen in den EU-Mitgliedstaaten und den mit dem Programm assoziierten Drittländern anbietet.