Mittelanforderung für akkreditierte Einrichtungen

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Vor der Mittelanforderung

Der Termin für die Mittelanforderung für akkreditierte Einrichtungen steht bevor? Planen Sie jetzt Ihre Maßnahmen im Detail. Welche Aktivitäten sollen durchgeführt werden? Sind Gruppenmobilitäten oder Einzelmobilitäten gewünscht? Sind Fortbildungen und Hospitationen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal geplant? Im Fall von Konsortien: Welche Schulen oder Kitas sollen im nächsten Förderzeitraum eingebunden werden?

Termine

Der nächste Termine zur Mittelanforderung findet im Februar 2022 statt. Wir informieren Sie in Kürze an dieser Stelle über den genauen Termin.

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Mittel anfordern

Sie stellen für Ihre Mittelanforderung einen Antrag. Im Online-Formular tragen Sie die Art, geschätzte Anzahl und Dauer der geplanten Maßnahmen ein. Diese sind immer vor dem Hintergrund der Ziele zu sehen, die Sie bei der Akkreditierung in Ihrem Erasmus-Plan formuliert haben, sowie der übergeordneten Programmziele wie Digitalisierung, Inklusion und Nachhaltigkeit.

Welche Aktivitäten werden gefördert?

Folgende Aktivitäten sind förderfähig. Die Förderung erfolgt in Pauschalen (Fahrtpauschale je nach Entfernung, Aufenthaltspauschale nach Tagen, ggf. Pauschale für Kursgebühren, Organisationspauschale). Weitere Informationen zu den Pauschalen können Sie dem Kurzleitfaden unter „Regelungen für die Förderung von Mobilitäten“ entnehmen. 

  • Mobilität für Schülergruppen (2-30 Tage, mindestens zwei Schülerinnen und Schüler pro Gruppe)
  • Kurzzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler (10-29 Tage)
  • Langzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler (30-365 Tage)

Alle Mobilitätsaktivitäten müssen im Ausland stattfinden, und zwar in einem Programmstaat.

Zusätzlich zur physischen Mobilität können Sie alle Mobilitäten mit virtuellen Aktivitäten kombinieren, z. B. über eTwinning.

Mobilität für Schülergruppen

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern fährt für einen Lernaufenthalt für zwei bis 30 Tage ins Ausland. Lehrkräfte aus der entsendenden Schule begleiten die Schülerinnen und Schüler dabei während der gesamten Dauer der Mobilität.

Die Gruppenmobilität von Schülerinnen und Schülern findet in der Regel an einer Partnerschule statt. Falls ein anderer Ort aufgrund der definierten Ziele besser geeignet ist, kann eine Mobilität ausnahmsweise auch an einem anderen Ort im Land der Partnerschule oder an einem Sitz einer Institution der Europäischen Union (Brüssel, Den Haag, Frankfurt, Luxemburg, Straßburg) stattfinden. Unabhängig vom Veranstaltungsort müssen bei den Mobilitäten Schülerinnen und Schüler aus mindestens zwei Programmländern aufeinandertreffen.

Kurzzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler

Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren einen Auslandsaufenthalt zwischen zehn und 29 Tagen – an einer Partnerschule oder für ein Praktikum in einer anderen Einrichtung oder einem Unternehmen. Für jeden Schüler bzw. jede Schülerin muss ein individuelles Lernprogramm festgelegt werden. Für Schülerinnen oder Schüler mit geringeren Chancen kann die Mobilität ausnahmsweise mit einer Mindestdauer von nur zwei Tagen stattfinden, sofern dies begründet ist. Ggf. kann eine Lehrkraft die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der Reise begleiten, bleibt jedoch nicht während der gesamten Dauer vor Ort.

Langzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler

Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren einen Auslandsaufenthalt von einem Monat bis zu einem Jahr – an einer Partnerschule oder für ein Praktikum in einer anderen Einrichtung oder einem Unternehmen. Für jeden Schüler bzw. jede Schülerin muss ein individuelles Lernprogramm definiert werden. Alle Teilnehmenden erhalten eine obligatorische Ausreisevorbereitung (z. B. ein Vorbereitungsseminar der Nationalen Agentur). Ggf. kann eine Lehrkraft die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der Reise begleiten, bleibt jedoch nicht während der gesamten Dauer vor Ort.

  • Kurse oder Schulungen im Ausland (2-30 Tage)
  • Job Shadowings / Hospitationen im Ausland (2-60 Tage)
  • Lehrtätigkeit im Ausland (2-365 Tage)

Alle Mobilitätsaktivitäten müssen im Ausland stattfinden, und zwar in einem Programmstaat.

In der Regel führen Lehrkräfte bzw. pädagogisches Personal diese Mobilitäten durch. Aber auch Mobilitäten von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die entweder in Schulen und Kitas (Hilfslehrkräfte, pädagogische Beraterinnen und Berater, Psychologinnen und Psychologen usw.) oder in anderen Einrichtungen im Schulbereich tätig sind (z. B. Schulinspektorinnen und Schulinspektoren, Beraterinnen und Berater, Politikkoordinatoren mit Zuständigkeit für die Schulbildung usw.) können gefördert werden.

Bei Fortbildungskursen haben Schulen die freie Wahl. Angebote finden Sie z. B. auf dem School Education Gateway. Kurse in Deutschland können nicht gefördert werden. Um die Antragsteller bei der Wahl der Kursanbieter zu unterstützen, wurden Qualitätsstandards entwickelt.

Tipps zur Suche von Partnerschulen für Hospitationen und Lehrtätigkeiten finden Sie hier.

Schulen und Kitas können angehende Lehrkräfte (in der Regel Lehramtsstudierende), die ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten, für zehn bis 365 Tage aufnehmen. Die aufnehmende Schule oder Kita erhält eine Organisationspauschale, um die Betreuung vor Ort zu organisieren, während die Reise- und Aufenthaltskosten von den Teilnehmenden getragen werden (die dafür eine Erasmus-Förderung im eigenen Land beantragen können).

Die Aufnahme von angehenden Lehrkräften ist für Teilnehmende aus anderen Programmstaaten möglich, die in einem Lehrkräfteausbildungsprogramm bzw. Studium sind oder bis vor kurzem waren. Junge Absolventinnen und Absolventen können bis zu zwölf Monate nach dem Abschluss teilnehmen (ggf. verlängert um die Zeit eines obligatorischen Militär- oder Zivildienstes).

Experteneinladung (2-60 Tage)

Einrichtungen können Expertinnen und Experten für zwei bis 60 Tage zu sich einladen. Personen aus einem anderen Programmstaat mit relevanter Expertise in der Schulbildung können eingeladen werden; z. B. Trainerinnen und Trainer, Lehrkräfte, Politikexpertinnen und -experten oder andere qualifizierte Fachleute, die dazu beitragen können, das Lehren und Lernen an der Schule oder Kita zu verbessern. Beispielsweise können eingeladene Expertinnen und Experten Schulungen für das Personal der aufnehmenden Einrichtung anbieten, neue Lehrmethoden zeigen oder auch neue Impulse für die Verwaltung geben.

Schulen und Kitas können einen vorbereitenden Besuch bei ihrer Partnereinrichtung durchführen, bevor weitere Mobilitäten stattfinden. Vorbereitende Besuche sind keine eigenständige Aktivität, sondern unterstützen die Planung weiterer Mobilitäten für Lehrkräfte und pädagogisches Personal oder Schülerinnen und Schüler. Jeder vorbereitende Besuch muss eine klare Zielsetzung haben und dazu dienen, die Inklusion, den Umfang und die Qualität der folgenden Mobilitäten zu verbessern. So können z. B. vorbereitende Besuche organisiert werden, um Mobilitäten von Teilnehmenden mit geringeren Chancen zu organisieren, mit einem neuen Partner enger zusammenzuarbeiten oder Langzeitmobilitäten vorzubereiten. Vorbereitende Besuche können nicht durchgeführt werden, um Fortbildungskurse, die Einladung von Expertinnen und Experten oder die Aufnahme angehender Lehrkräfte vorzubereiten.

Vorbereitende Besuche können mit maximal drei Personen durchgeführt werden. In der Regel werden die vorbereitenden Besuche durch Lehrkräfte durchgeführt. In Ausnahmefällen können auch Schülerinnen und Schüler, die an Langzeitmobilitäten teilnehmen werden, sowie Teilnehmende mit geringeren Chancen an vorbereitenden Besuchen teilnehmen.

Vorbereitende Besuche finden in der Regel an der Einrichtung statt, die Ziel der Mobilität sein wird. Die vorzubereitende Aktivität muss im selben Förderzeitraum wie der vorbereitende Besuch stattfinden.

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Aktivitäten durchführen

Sobald Ihnen mitgeteilt wurde, wie viel Mittel Ihnen für den Förderzeitraum bewilligt werden, kann es losgehen. Schritt für Schritt bereiten Sie jetzt die Maßnahmen vor und führen sie durch. Suchen Sie noch Partner für Mobilitäten oder einen konkreten Fortbildungskurs? Möchten Sie Gastgeber für Gäste aus Europa sein? Haben sich Änderungen ergeben?

Die Mobilitätsaktivitäten, die Sie durchführen, dokumentieren Sie im so genannten Beneficiary Module, das derzeit noch nicht zur Verfügung steht.

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Abschließen oder verlängern

Sie haben die Mittelbewilligung für 15 Monate erhalten. Nach 12 Monaten klären Sie, ob Sie den Zeitraum verlängern möchten oder plangemäß abschließen möchten:

Projektabschluss nach 15 Monaten

Sie schließen das Projekt wie geplant ab. Sie konnten die bewilligten Mittel weitestgehend ausschöpfen und die geplanten Aktivitäten durchführen.

Mittelrückgabe oder Beantragung zusätzlicher Mittel

Sie stellen fest, dass Sie Mittel zurückgeben möchten oder dass Sie zusätzliche Mittel beantragen möchten. Je nach Verfügbarkeit können weitere Mittel bewilligt werden.

Verlängerung des Förderzeitraums

Sie benötigen mehr Zeit, um die geplanten Aktivitäten durchzuführen und verlängern den Förderzeitraum auf 24 Monate.

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Abrechnen

Nach 15 oder 24 Monaten rechnen Sie Ihre Aktivitäten ab.
Sobald das dafür vorgesehene IT-Werkzeug, das so genannte Beneficiary Module, zur Verfügung steht, finden Sie hier eine Anleitung zur Berichterstellung.