Kurzzeitprojekt

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Vor dem Antrag

Ein Kurzzeitprojekt (Short-term Mobility Project) eignet sich als Einstieg in den europäischen Austausch. Es hat eine Dauer von sechs bis 18 Monaten. In einem Kurzzeitprojekt können bis zu 30 Personen zu ihren Partnern in Europa fahren.

Schüleraustausch und Schülerpraktika in Europa werden mit Erasmus+ bezahlbar. Lehrkräfte oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen, die in der Schulbildung tätig sind, können Fortbildungen im Ausland besuchen oder an Partnereinrichtungen hospitieren. Erzieherinnen und Erzieher können Kitas im Ausland kennenlernen, sich fortbilden und mit ihren europäischen Kolleginnen und Kollegen austauschen.

Innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren kann eine Einrichtung dreimal ein Kurzzeitprojekt durchführen.

Ihre Einrichtung möchte häufiger oder mit mehr Aktivitäten an Erasmus+ teilnehmen? Dann ist die Akkreditierung das Richtige für Sie.

Direkt zur Akkreditierung

Termine

Der nächste Antragstermin für Kurzzeitprojekte liegt voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Antragsberechtigt sind:

  • Vorschulische Einrichtungen, öffentliche allgemeinbildende Schulen, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen und deren Träger
  • Alle Behörden der Schulaufsicht für öffentliche, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen
  • Die für die Lehreraus- und -fortbildung – in den jeweiligen Landesbezeichnungen – zuständigen Studienseminare und Landesinstitute in Hinblick auf allgemeinbildende Schulen
  • Weitere Einrichtungen mit einer Funktion im Bereich schulische oder vorschulische Bildung

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Berufliche Schulen (sämtliche Bildungsgänge) können sich ausschließlich für den Bereich „Berufsbildung“ akkreditieren lassen und stellen ihren Antrag über die Nationale Agentur beim BIBB. Die Zuordnung folgt dem „Definitionenkatalog für Schulstatistik“ der KMK (Übersicht Anlage 1).
  • Bereits akkreditierte Einrichtungen: Ihre Aktivitäten fördert Erasmus+ bereits im Rahmen der erfolgreichen Akkreditierung.

Partnersuche

Sie suchen für Ihr Kurzzeitprojekt noch eine Partnerschule, die Sie mit Schülerinnen, Schülern oder Lehrkräften besuchen können? Dann bietet sich das europäische Netzwerk eTwinning an. Schulen aus ganz Europa sind dort registriert und freuen sich auf eine Zusammenarbeit.

Besuchen Sie auch das School Education Gateway. Auf dem School Education Gateway finden Sie eine Kursdatenbank zur Suche von Fortbildungskursen im europäischen Ausland für Ihr Kollegium.

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Einrichtung registrieren

Um einen Antrag stellen zu können, benötigen Sie einen EU-Login und müssen Ihre Einrichtung auf dem Registrierungsportal anmelden.

EU-Login

Alle im Programm Erasmus+ verwendeten Online-Portale sind zugangsgeschützt. Nur berechtigte Personen haben Zugriff auf die dort hinterlegten Daten. Die Zugangsberechtigungen werden verwaltet über den EU-Login. Ein Benutzerzugang besteht aus E-Mail-Adresse und Passwort. Ein solcher Benutzerzugang sollte für jede Person angelegt werden, die die entsprechenden Portale benutzt.

Ein Benutzerkonto ist in wenigen Schritten angelegt. Bitte bewahren Sie die Zugangsdaten sicher auf, da Sie diese für den Zugang zum Registrierungsportal (ORS) oder zum Mobility Tool laufend benötigen.

Hilfestellung bieten Ihnen unsere FAQ.

EU-Login erstellen

Ihre Einrichtung registrieren und OID erhalten

Das Registrierungsportal der Europäischen Kommission ORS (Organisation Registration System) verwaltet alle Stammdaten der am Programm Erasmus+ beteiligten Einrichtungen. Jede Einrichtung sollte nur einmal registriert sein und somit nur eine OID (Organisations-Identifikationsnummer) haben. Die OID besteht aus dem Buchstaben E gefolgt von acht Ziffern (Beispiel: E12345678). Die eindeutige OID wird bei jeder Antragstellung verwendet.

Hilfestellung bieten Ihnen unsere FAQ und unsere Hotline.

Zum Registrierungsportal

Fragen hierzu?

Unter der Hotline 0800 372 76 87 helfen wir Ihnen gerne weiter.

Beratungszeiten:
9:00 bis 12:00 Uhr und  13:00 bis 15:30 Uhr (wochentags)

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Antrag stellen

Der Antrag wird online gestellt. Um den Antrag öffnen zu können, benötigen Sie ein EU-Login-Benutzerkonto. In den Antrag geben Sie die Organisations-ID (OID) Ihrer Einrichtung ein. Falls Sie noch keinen EU-Login und noch keine OID haben, gehen Sie bitte zum Punkt Registrierung.

Im Antragsformular informieren Sie über Ihre Einrichtung und erläutern die Ziele, die Sie mit dem Kurzzeitprojekt erreichen wollen. Außerdem geben Sie die Aktivitäten ein, die Sie planen. Informieren Sie sich in unserem Kurzleitfaden, welche Aktivitäten möglich sind und gefördert werden.

Das Kürzel des Antragsformulars lautet: KA122-SCH. Wenn Sie sich zunächst nur einen Überblick über den Antrag verschaffen möchten, finden Sie in unserem Dokumentencenter eine Blankoversion des Antrags zur Ansicht.

Nach Einreichung wird Ihr Antrag formal und inhaltlich begutachtet. Über die Zusage oder Ablehnung Ihres Antrags werden Sie per E-Mail informiert.

Welche Aktivitäten werden gefördert?

Folgende Aktivitäten sind förderfähig. Die Förderung erfolgt in Pauschalen (Fahrtpauschale je nach Entfernung, Aufenthaltspauschale nach Tagen, ggf. Pauschale für Kursgebühren, Organisationspauschale). Weitere Informationen zu den Pauschalen können Sie dem Kurzleitfaden unter „Regeln für die Finanzierung von Mobilitäten“ entnehmen. 

  • Mobilität für Schülergruppen (2-30 Tage, mind. zwei Schülerinnen und Schüler pro Gruppe)
  • Kurzzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler (10-29 Tage)
  • Langzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler (30-365 Tage)

Alle Mobilitätsarten müssen im Ausland stattfinden, und zwar in einem Programmstaat.

Zusätzlich zur physischen Mobilität können Sie alle Mobilitätsaktivitäten mit virtuellen Aktivitäten kombinieren, z. B. über eTwinning.

Mobilität für Schülergruppen

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern fährt für einen Lernaufenthalt für 2-30 Tage ins Ausland. Lehrkräfte aus der entsendenden Schule begleiten die Schülerinnen und Schüler dabei während der gesamten Dauer der Mobilität.

Die Gruppenmobilität von Schülerinnen und Schülern findet in der Regel an einer Partnerschule statt. Falls ein anderer Ort aufgrund der definierten Ziele besser geeignet ist, kann eine Mobilität ausnahmsweise auch an einem anderen Ort im Land der Partnerschule oder an einem Sitz einer Institution der Europäischen Union (Brüssel, Den Haag, Frankfurt, Luxemburg, Straßburg) stattfinden. Unabhängig vom Veranstaltungsort müssen bei den Mobilitäten Schülerinnen und Schüler aus mindestens zwei Programmländern aufeinandertreffen.

Kurzzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler

Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren einen Auslandsaufenthalt zwischen zehn und 29 Tagen – an einer Partnerschule oder für ein Praktikum in einer anderen Einrichtung oder einem Unternehmen. Für jeden Schüler bzw. jede Schülerin muss ein individuelles Lernprogramm festgelegt werden. Für Schülerinnen oder Schüler mit geringeren Chancen kann die Mobilität ausnahmsweise mit einer Mindestdauer von nur zwei Tagen stattfinden, sofern dies begründet ist. Ggf. kann eine Lehrkraft die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der Reise begleiten, bleibt jedoch nicht während der gesamten Dauer vor Ort.

Langzeitmobilität für einzelne Schülerinnen und Schüler

Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren einen Auslandsaufenthalt von einem Monat bis zu einem Jahr – an einer Partnerschule oder für ein Praktikum in einer anderen Einrichtung oder einem Unternehmen. Für jeden Schüler bzw. jede Schülerin muss ein individuelles Lernprogramm definiert werden. Alle Teilnehmenden erhalten eine obligatorische Ausreisevorbereitung (z. B. ein Vorbereitungsseminar der Nationalen Agentur). Ggf. kann eine Lehrkraft die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der Reise begleiten, bleibt jedoch nicht während der gesamten Dauer vor Ort.

  • Kurse oder Schulungen im Ausland (2-30 Tage)
  • Job Shadowings / Hospitationen im Ausland (2-60 Tage)
  • Lehrtätigkeit im Ausland (2-365 Tage)

Alle Mobilitätsarten müssen im Ausland stattfinden, und zwar in einem Programmstaat.

In der Regel führen Lehrkräfte bzw. pädagogisches Personal diese Mobilitäten durch. Aber auch Mobilitäten von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die entweder in Schulen und Kitas (Hilfslehrkräfte, pädagogische Beraterinnen und Berater, Psychologinnen und Psychologen usw.) oder in anderen Einrichtungen im Schulbereich tätig sind (z. B. Schulinspektorinnen und Schulinspektoren, Beraterinnen und Berater, Politikkoordinatoren mit Zuständigkeit für die Schulbildung usw.) können gefördert werden.

Bei Fortbildungskursen haben Schulen die freie Wahl. Angebote finden Sie z. B. auf dem School Education Gateway. Kurse in Deutschland können nicht gefördert werden. Um die Antragsteller bei der Wahl der Kursanbieter zu unterstützen, wurden Qualitätsstandards entwickelt.

Tipps zur Suche von Partnerschulen für Hospitationen und Lehrtätigkeiten finden Sie hier.

Schulen und Kitas können angehende Lehrkräfte (in der Regel Lehramtsstudierende), die ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten, für 10-365 Tage aufnehmen. Die aufnehmende Schule oder Kita erhält eine Organisationspauschale, um die Betreuung vor Ort zu organisieren, während die Reise- und Aufenthaltskosten von den Teilnehmenden getragen werden (die dafür eine Erasmus+ Förderung im eigenen Land beantragen können).

Die Aufnahme von angehenden Lehrkräften ist für Teilnehmende aus anderen Programmstaaten möglich, die in einem Lehrkräfteausbildungsprogramm bzw. Studium sind oder bis vor kurzem waren. Junge Absolventinnen und Absolventen können bis zu zwölf Monate nach dem Abschluss teilnehmen (ggf. verlängert um die Zeit eines obligatorischen Militär- oder Zivildienstes).

Experteneinladung (2-60 Tage)

Einrichtungen können Expertinnen und Experten für 2 bis 60 Tage zu sich einladen. Personen aus einem anderen Programmstaat mit relevanter Expertise in der Schulbildung können eingeladen werden; z. B. Trainerinnen und Trainer, Lehrkräfte, Politikexpertinnen und -experten oder andere qualifizierte Fachleute, die dazu beitragen können, das Lehren und Lernen an der Schule oder Kita zu verbessern. Beispielsweise können eingeladene Expertinnen und Experten Schulungen für das Personal der aufnehmenden Einrichtung anbieten, neue Lehrmethoden zeigen oder auch neue Impulse für die Verwaltung geben.

Schulen und Kitas können einen vorbereitenden Besuch bei ihrer Partnereinrichtung durchführen, bevor weitere Mobilitäten stattfinden. Vorbereitende Besuche sind keine eigenständige Aktivität, sondern unterstützen die Planung weiterer Mobilitäten für Lehrkräfte und pädagogisches Personal oder Schülerinnen und Schüler. Jeder vorbereitende Besuch muss eine klare Zielsetzung haben und dazu dienen, die Inklusion, den Umfang und die Qualität der folgenden Mobilitäten zu verbessern. So können z. B. vorbereitende Besuche organisiert werden, um Mobilitäten von Teilnehmenden mit geringeren Chancen zu organisieren, mit einem neuen Partner enger zusammenzuarbeiten oder Langzeitmobilitäten vorzubereiten. Vorbereitende Besuche können nicht durchgeführt werden, um Fortbildungskurse, die Einladung von Expertinnen und Experten oder die Aufnahme angehender Lehrkräfte vorzubereiten.

Vorbereitende Besuche können mit maximal drei Personen durchgeführt werden. In der Regel werden die vorbereitenden Besuche durch Lehrkräfte durchgeführt. In Ausnahmefällen können auch Schülerinnen und Schüler, die an Langzeitmobilitäten teilnehmen werden, sowie Teilnehmende mit geringeren Chancen an vorbereitenden Besuchen teilnehmen.

Vorbereitende Besuche finden in der Regel an der Einrichtung statt, die Ziel der Mobilität sein wird. Die vorzubereitende Aktivität muss im selben Förderzeitraum wie der vorbereitende Besuch stattfinden.

Sobald das Antragsformular verfügbar ist, können Sie hier Ihren Antrag online stellen:
Zur Antragstellung

Termine

Der nächste Antragstermin für Kurzzeitprojekte liegt voraussichtlich im Frühjahr 2022.

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Projekt durchführen

Nachdem Ihr Antrag bewilligt wird, senden wir Ihnen die Vertragsunterlagen für Ihr Projekt per Post zu. Die Vertragsunterlagen müssen von der Leitung der Einrichtung unterzeichnet und an den PAD zurückgeschickt werden.

Sobald die Finanzhilfevereinbarung von beiden Vertragspartnern unterschrieben wurde, wird die erste Rate des Projektzuschusses auf das Konto ausgezahlt, das im Registrierungsportal hinterlegt wurde. Die Vertragsunterlagen finden Sie auch online in unserem Dokumentencenter.

Wenn Sie an Aktivitäten im Ausland teilnehmen, muss dies durch die Teilnahmebescheinigung (Link wird noch eingefügt) dokumentiert werden. Für Schülerinnen und Schüler bietet sich zusätzlich die Dokumentation mit dem „Europass Mobilität“ an. Weitere Informationen finden Sie hier.

Nach dem Projektstart wird Ihr Projekt ins Beneficiary Module übertragen. Dort dokumentieren Sie Ihre Aktivitäten. (Weitere Informationen zu diesem Portal folgen hier zu einem späteren Zeitpunkt.)

Nutzen Sie eTwinning, um mit Ihren europäischen Partnern auf digitalem Weg in Kontakt zu bleiben oder Treffen vor- und nachzubereiten.

Zuschussempfänger sind dazu verpflichtet, auf die finanzielle Unterstützung ihres Projektes durch die Europäische Union bei der Veröffentlichung von Projektergebnissen und auf Internetauftritten aufmerksam zu machen. Logos und Förderhinweis finden Sie in unserem Dokumentencenter.

Infobox

Bitte melden Sie sich bei uns, falls Ihre Einrichtung z. B. eine neue Leitung hat oder sich die Kontaktperson für das Projekt ändert. Bitte informieren Sie uns, wenn sich das Konto für die Projektförderung oder die Adresse der Einrichtung ändert. An wen Sie sich wenden können, steht in Ihren Vertragsunterlagen – oder Sie schauen auf unserer Beratungsseite.

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Projekt abschließen

Nach dem Projektende haben Sie 60 Tage Zeit, einen Abschlussbericht über das Beneficiary Module einzureichen (Weitere Informationen zu diesem Portal folgen hier zu einem späteren Zeitpunkt). Dort geben Sie an, welche Aktivitäten Sie in Ihrem Projekt durchgeführt haben und welche Änderungen es gab.

Die Angaben zu Aktivitäten (zum Beispiel Teilnehmerzahl), die Sie im Beneficiary Module gemacht haben, werden automatisch in den Abschlussbericht übertragen. Mit dem von der Leitung unterzeichneten Bericht beantragen Sie die Schlussrate für Ihr Projekt.

Der Abschlussbericht wird begutachtet. Die darin gemachten Angaben sind Grundlage für die Auszahlung der Schlussrate. Wenn Sie weniger Aktivitäten durchgeführt haben als beantragt oder die Aktivitäten nicht den Vertragsvorgaben entsprechen, verringert sich der Zuschuss entsprechend.