Kooperationspartnerschaft

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Vor dem Antrag

In einer Kooperationspartnerschaft können verschiedene Einrichtungen zu einem selbstgewählten Thema aus dem Schulbereich zusammenarbeiten, zum Beispiel Digitalisierung, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Erzieherinnenausbildung, MINT-Förderung und mehr. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass sich das Vorhaben mindestens einer der Programmprioritäten widmet.

Für die Antragsrunde 2022 stehen rund 11 Millionen Euro Budgetmittel zur Verfügung.

Die Förderbedingungen für Kooperationspartnerschaften im Überblick

Das Projekt dauert zwischen zwölf und 36 Monaten. Der Projektstart liegt zwischen dem 1. September und dem 31. Dezember des Jahres, in dem der Antrag gestellt wird. Nach Ablauf des Förderzeitraums legt Ihr Projektteam Ergebnisse und Materialien vor, die kostenfrei von Einrichtungen der Schulbildung genutzt werden können.

Antragsteller können zwischen drei festgelegten Pauschalbeträgen wählen, je nach geplanten Aktivitäten und angestrebten Ergebnissen: 120.000, 250.000 oder 400.000 Euro. Erläuterungen zum Budget erhalten Sie im Programmleitfaden [pdf, 5.24 MB] ab Seite 238 oder in Kapitel 3 des Handbuchs zu Partnerschaften (Englisch) [pdf, 1.29 MB].

Antragsberechtigt sind alle Einrichtungen, die im Bereich schulische oder vorschulische Bildung arbeiten. Das können zum Beispiel Universitäten sein, Fachhochschulen, Vereine, Unternehmen, Lehrerfortbildungsinstitute und weitere. Der Antragsteller verwaltet das Gesamtbudget.

Da der Antragsteller das Gesamtbudget verwaltet, empfehlen wir Schulen die Teilnahme als Partner – mit geringerer Budgetverantwortung.

Für eine Kooperationspartnerschaft brauchen Sie ein Team mit Einrichtungen aus mindestens drei Programmstaaten. Wir empfehlen, für die Projektarbeit im (Vor-)Schulbereich auch Schulen oder Kitas in das Projektteam einzubinden. So stellen Sie den praktischen Bezug sicher. Bei der Suche nach Partnereinrichtungen können Sie bestehende Kontakte nutzen oder auf den Bereich der Partnersuche (Erasmus+ Chancen) im School Education Gateway zurückgreifen.

Antworten auf weitere Fragen zu Kooperationspartnerschaften finden Sie in unseren FAQ.

Termine

Der nächste Antragstermin für Kooperationspartnerschaften ist voraussichtlich im März 2023. Den genauen Termin geben wir hier bekannt, sobald er von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde.

Wie geht die Antragstellung 2022?

Sehen Sie hier das Video unserer Onlineveranstaltung zur Antragstellung 2022. Erfahren Sie, was Sie bei einer Kooperationspartnerschaft beachten sollten. Dazu bieten wir Ihnen eine Präsentation im PDF-Format [pdf, 1.25 MB].

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Antrag stellen

Der Antrag wird online gestellt. Einmal abgespeichert, können Sie ihn jederzeit wieder ändern – bis Sie den Antrag eingereicht haben. Über die Funktion „Teilen“ können mehrere Personen den Antrag bearbeiten.

Das richtige Formular für Kooperationspartnerschaften hat das Antragskürzel KA220-SCH. Um auf das Formular zugreifen zu können, brauchen Sie einen EU-Login. In den Antrag geben Sie die OID Ihrer Einrichtung und Ihrer Partnereinrichtungen ein. Hier finden Sie ein Antragsformular zur Ansicht (Englisch) [pdf, 1.38 MB].

Die Einrichtung, die die Kooperationspartnerschaft koordinieren will, stellt für das gesamte Projektteam den Antrag bei der Nationalen Agentur in ihrem Land. Der Antrag darf nicht in mehreren Ländern eingereicht werden.

Sie können den Antrag bei uns, der deutschen Nationalen Agentur Erasmus+ Schulbildung, in deutscher oder englischer Sprache einreichen.

Bei der Antragstellung bitte beachten

Ehrenwörtliche Erklärung
Zum Antrag muss eine ehrenwörtliche Erklärung eingereicht werden, die von der Leitung Ihrer Einrichtung unterschrieben wurde.

Mandate
Spätestens zum Vertragsversand müssen von jeder beteiligten Partnereinrichtung unterzeichnete Mandate vorliegen, die die Teilnahme am Projekt bestätigen.

Ehrenwörtliche Erklärung und Mandate erstellen Sie direkt im Antrag, nachdem Sie dort die OIDs und Kontaktdaten aller beteiligten Einrichtungen eingegeben haben.

Inhalte kennen
Stellen Sie sicher, dass alle Partnereinrichtungen den Inhalt des Antrags kennen und verstehen.

Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit
Antragsteller, die einen Zuschuss von mehr als 60.000 EUR beantragen, werden auf ihre finanzielle Leistungsfähigkeit hin überprüft. Hierzu müssen im Registrierungsportal der EU die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des letzten abgeschlossenen Haushaltsjahres hochgeladen werden. Hiervon ausgenommen sind öffentliche Einrichtungen, internationale Einrichtungen sowie Einrichtungen, die nachweisen können, dass sie ihre Einnahmen in den letzten zwei Jahren zu mindestens 50% aus öffentlichen Quellen bezogen haben. Letzteres ist ebenfalls nachzuweisen.

Prüfung des Antrags

Nach der Einreichung prüfen wir Ihren Antrag zunächst auf formale Gültigkeit. Anschließend begutachten zwei Expertinnen oder Experten den Antrag. Maximal können Sie 100 Punkte erhalten. Die vier Bewertungskategorien sind Relevanz (bis zu 25 Punkte), Projektdurchführung (bis zu 30 Punkte), Projektteam (bis zu 20 Punkte) und Wirkung (bis zu 25 Punkte). Insgesamt müssen für eine Förderung mindestens 60 Punkte erreicht werden und in jeder Bewertungskategorie mindestens die Hälfte der maximalen Punktzahl (d. h. mindestens 12 Punkte in den Kategorien "Relevanz" und "Wirkung", mindestens 10 Punkte in der Kategorie "Projektdurchführung" und mindestens 15 Punkte in der Kategorie "Projektteam"). Weitere Informationen finden Sie im Leitfaden zur Begutachtung [pdf, 1.27 MB] der EU-Kommission.

Termine

Der nächste Antragstermin für Kooperationspartnerschaften ist voraussichtlich im März 2023. Den genauen Termin geben wir hier bekannt, sobald er von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde.

Antrags-Chaos?

Wir beraten Sie gern zur Antragstellung.

Ansprechpartner finden
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Fördermittel verwalten

Wir informieren Sie per E-Mail, ob Ihr Antrag bewilligt wurde. Auf der Grundlage des Expertengutachtens kann das von Ihnen beantragte Budget gekürzt werden. Die Listen der geförderten Projekte werden im Dokumentencenter veröffentlicht

Jede Kooperationspartnerschaft hat bei uns eine bestimmte Ansprechperson. Für Fragen im Projektverlauf können Sie sich ab jetzt direkt an diese Ansprechperson wenden. Diese schickt Ihnen postalisch die Vertragsunterlagen, das Gutachten und ggf. eine Erläuterung zur Budgetkürzung. Vor Versand des Vertrags müssen alle Mandate der Partnereinrichtungen vollständig vorliegen. Nach Unterschrift des Vertrags erhalten Sie die erste Rate des bewilligten Budgets auf das Konto ausgezahlt, das im Registrierungsportal hinterlegt wurde. Außerdem laden wir Sie jedes Jahr per E-Mail zur Jahrestagung für Kooperationspartnerschaften ein, um Ihre Fragen zu klären und allen Zuschussempfängern die Vernetzung untereinander zu ermöglichen. Die Vertragsunterlagen finden Sie auch online in unserem Dokumentencenter.

Die Mittel für Kooperationspartnerschaften verwaltet nur die antragsstellende Einrichtung, die das Projekt koordiniert. Sie hat die Budgetverantwortung für das gesamte Projektteam, erhält die Ratenzahlungen von uns und leitet die Mittel an die Partnereinrichtungen weiter. Wir empfehlen Ihnen, über die Mandate hinaus weitere Vereinbarungen mit den Partnereinrichtungen abzuschließen und stellen im Dokumentencenter ein deutsches und ein englisches Beispiel dafür zur Verfügung. Wir weisen aber darauf hin, dass keines der  bereitgestellten Vertragsbeispiele juristisch geprüft wurde und die Erstellung und Prüfung der zu verwendenden Verträge allein in der Verantwortlichkeit der Projektkoordinatoren und Partner liegt. Zusätzliche Verträge zwischen Koordinator und Projektpartnern haben keinerlei Auswirkungen auf den Vertrag zwischen der Nationalen Agentur und dem Koordinator.

Wie Sie Ihre Mittel im Beneficiary Module verwalten, erfahren Sie in Kürze in unseren FAQ.

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Projekt durchführen

Selten findet ein Projekt eins zu eins so statt wie im Antrag geplant. Bei starken Änderungen im Projektverlauf wie zum Beispiel Partnerwechsel, Projektverlängerung oder großen Budgetänderungen müssen Sie Ihre zuständige Ansprechperson beim PAD kontaktieren und diese Änderungen bewilligen lassen. Kleinere Veränderungen, wie zum Beispiel die Verschiebung eines Treffens oder die Änderung einer Kontaktperson, sind ohne Vertragsänderung möglich. Größere Budgetumwidmungen, Ausscheiden und Aufnahme von Partnereinrichtungen oder Änderungen bei Außergewöhnlichen Kosten sind Änderungen, die eine Vertragsänderung notwendig machen.

Nicht jede Änderung ist möglich. Generell gilt, dass der vertraglich festgesetzte Gesamtzuschuss nachträglich nicht erhöht werden kann. Änderungsanträge können per Post, per Fax oder mit eingescannter Unterschrift der zeichnungsberechtigten Person auch als E-Mail bei uns eingereicht werden.

Der Antrag auf Änderung der Finanzhilfevereinbarung muss rechtzeitig vor Umsetzung einer Änderung beim PAD eingereicht werden. Erst nach der Zustimmung des PAD tritt die Änderung in Kraft. Im letzten Monat der Projektlaufzeit kann kein Änderungsantrag mehr gestellt werden.

Von Kooperationspartnerschaften wird erwartet, dass sie spätestens nach einem Jahr eine Projektwebsite haben, auf der das Projekt vorgestellt und Projektergebnisse veröffentlicht werden. Um Ihre Projektergebnisse optimal verbreiten zu können, sollten Sie eine oder besser noch mehrere Personen für die Öffentlichkeitarbeit Ihres Projektes einplanen und dafür ein angemessenes Budget bereitstellen. Ein Verbreitungsplan, in dem Zielgruppen, Verbreitungskanäle und Vorgehen schriftlich festgehalten werden, kann Ihnen dabei helfen, Ihre Öffentlichkeitsarbeit zu planen.

Zuschussempfänger sind dazu verpflichtet, auf die finanzielle Unterstützung ihres Projektes durch die Europäische Union bei der Veröffentlichung von Projektergebnissen und auf Internetauftritten aufmerksam zu machen. Logos und Förderhinweis finden Sie in unserem Dokumentencenter.

COVID-19

COVID-19 beeinträchtigt Ihr Projekt? Lesen Sie unsere FAQ zu COVID-19 und den Folgen für Ihre Abrechnungen und Planungen.

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Projekt abschließen

Nach Abschluss des Projekts haben Sie 60 Tage Zeit, Ihren Abschlussbericht über das Beneficiary Module einzureichen. Die Auszahlung der letzten Rate erfolgt erst nach Prüfung und Begutachtung des Berichts.

Hinweis: Momentan ist das Beneficiary Module für Kkoperationspartnerschaften noch nicht verfügbar.

Welche Belege Sie zu dem finanziellen Teil des Berichts einreichen müssen, entnehmen Sie den Vertragsunterlagen oder unserer Zusammenfassung der Belegregeln (diese Übersicht werden wir in Kürze im Dokumentencenter zur Verfügung stellen). Wenn Sie für eine Rechnungsprüfung oder einen Vor-Ort-Besuch während oder nach der Projektlaufzeit ausgewählt werden, informieren wir Sie rechtzeitig. In diesem Fall werden weitere Belege geprüft (siehe Vertragsunterlagen und Belegregeln).

Zusätzlich zu Ihrer inhaltlichen Berichterstattung und Eintragung der Finanzen ins Beneficiary Module müssen Sie die erstellten Projektergebnisse vorlegen. Die Kontaktperson der koordinierenden Einrichtung hat Zugriff auf die Projektergebnisplattform. Dort stellt sie unter "Projects" / "Manage my projects" die wichtigsten Ergebnisse des Projekts anderen Einrichtungen zur Verfügung. Die Nutzung der Projektergebnisplattform ist Pflicht, Sie können aber eine eigene Internetseite verwenden und von der Projektergebnisplattform auf diese Seite verlinken. Mehr Informationen zum Beneficiary Module und zur Projektergebnisplattform finden Sie in unseren FAQ.

In der abschließenden Begutachtung können Sie maximal 100 Punkte erreichen. Ab 85 Punkten erhalten Sie für Ihr Projekt das Erasmus+ Qualitätssiegel.