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eTwinning-Jahresthema

Das Motto für das eTwinning-Jahr 2025/26 steht im Einklang mit dem Basic Skills Action Plan der EU und rückt damit die Förderung fünf zentraler Kompetenzen auch beim digitalen Austausch in den Fokus.

Worum geht es?

Die im Frühjahr 2025 von der Europäischen Union vorgestellte Union of Skills Strategie identifziert eine Reihe von Kernkompetenzen, die jungen Menschen dabei helfen sollen, sich den Herausforderungen einer zunehmend von Desinformation und Polarisierung geprägten Welt zu stellen. Das eTwinning-Jahresthema für das Schuljahr 2025/26 greift die Ziele der Strategie auf. Unter dem Motto „Skills for Life“ sind Lehrkräfte aufgerufen, im Austausch mit europäischen Partnern digitale Austauschprojekte umzusetzen, die die grundlegenden Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler fördern und somit dazu beitragen den Grundstein für lebenslanges Lernen, Partizipation und Integration zu legen. 

Im Basic Skills Action Plan, der Teil der Strategie ist, werden fünf Kompetenzen besondern in den Fokus gerückt:

  • Lese- und Schreibfähigkeit
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften
  • digitale Kompetenz
  • Staatsbürgerschaft

Mit eTwinning Kompetenzen fördern

Damit stellen sich eTwinning und die European School Education Platform im Schuljahr 2025/26 klar in den Kontext der Union of Skills. Der digitale Austausch im Rahmen von Erasmus+ hat es sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler für Mathematik, Naturwissenschaften sowie Sprache und Medien zu begeistern. Kreative und lebensnahe Unterrichtsprojekte, wie sie mit eTwinning möglich sind, sind dazu besonders geeignet. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa und die Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten helfen Lehrkräften dabei, ihren Schülerinnen und Schülern ein motiviertes und selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen. Außerdem bietet die European School Education Platform zahlreiche Ressourcen mit denen die Lehrkräften ihre persönlichen Kompetenzen vertiefen und weiterentwickeln können.

 

 

Synergien nutzen

Darüber hinaus eignet sich eTwinning wunderbar, um den Einstieg in geförderte Mobilitäten im Rahmen von Erasmus+ zu begleiten und leichter zu machen. In der digitalen Zusammenarbeit können Themen und gegenseitige Besuche vor- und nachbereitet werden, sodass die Begegnungen vor Ort noch intensiver und nachhaltiger sind. Synergien ergeben sich auch auf der inhaltlichen Ebene, denn zwei der Kompetenzen, die im Rahmen des diesjährigen eTwinning-Jahresthemas im Fokus stehen, spiegeln sich auch in den thematischen Schwerpunkten des aktuellen Erasmusprogramms für den Schulbereich wieder.

 

 

Basic Skills in Action

Auf der European School Education Platform wurde eine Gruppe eingerichtet, in der sich Lehrkräfte rund um das Jahresthema “Skills for Life” vernetzen und austauschen können.

Zur Gruppe auf der ESEP
Grafik eines Tablets mit einem Mauszeiger, einem Hashtag und einem @-Zeichen, opberhalb davon ein Foto und ein Filmstreifen als Symbol für ein Video
Medienkompetenz und digitale Bildung

Digitale Medien eröffnen neue Zugänge zu Informationen und zum Lernen, schaffen neue Möglichkeiten der Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe. Dafür notwendige digitale Kompetenzen im europäischen Austausch zu schulen und zu fördern, ist eines der erklärten Ziele von Erasmus+.

Grafik mit Wahlzetteln und Wahlurne, daneben eine Hand, die ein Demonstrationsplakat hält
Demokratiebildung und europäische Werte

Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement: Erasmus+ bietet viele Möglichkeiten, durch die Begegnung und in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern eine informierte und engagierte Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern.

Für die Praxis

Anstatt eine der fünf Kompetenzen herauszugreifen und diese gezielt in den Mittelpunkt von Projekten oder Unterrichtsaktivitäten zu rücken, gibt es auch die Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern praktisch zu verdeutlichen, welche Kraft im Zusammenspiel der unterschiedlichen Fähigkeiten liegt. Karolyn McDonnell (eTwinning Officer bei Léargas, der nationalen eTwinning-Koordinierungsstelle in Irland) hat im Rahmen des Seminars “Growing together into a Union of Skills” in Bonn diese Möglichkeit vorgestellt. Anhand von verschiedenen Szenarien können Lehrkräfte die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, unterschiedliche Kompetenzen gemeinsam zur Lösung eines Problems einzusetzen.

 

 

In unserem Video bringt Karolyn McDonnell den Input aus ihrem Vortrag noch einmal auf den Punkt.

Wie funktioniert das konkret? Jede der fünf “Skills for Life” befähigt zu konkretem Handeln. Lese- und Schreibfähigkeit befähigen beispielsweise dazu, Informationen zu einem bestimmten Thema zu recherchieren und für Andere aufzubereiten. Kenntnisse in Mathematik ermöglichen es, Daten zu analysieren und staatsbürgerschaftliche Fähigkeiten sind die Grundlage für sozial verantwortungsbewusstes Handeln. Zusammen können all diese Kompetenzen genutzt werden, um reale Probleme und Herausforderungen zu meistern. Anhand des fiktiven Szenarios einer Fabrik, die für das Austreten giftiger Chemikalien in das regionale Ökosystem verantwortlich ist, zeigte Karolyn McDonnell auf, wie im Unterricht unterschiedliche Kompetezen aktiviert werden können, um die aus diesem Szenario resultierenden Probleme zu lösen. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei zu Forscherinnen, Analysten, Wissenschaftlern, Journalistinnen oder Bürgerinnen und Bürgern der fiktiven Stadt. Auf diese Weise erleben sie Selbstwirksamkeit und lernen, unterschiedliche Kompetenzen in einem Team effektiv zusammenzubringen.

 

 

Weitere Szenarien für den Einsatz im Unterricht oder in internationaler Projektarbeit:

The AI Classroom Debate

The Situation: The school district wants to ban Artificial Intelligence (AI) because they worry about cheating. However, many students use AI at home to help with their studies. This creates a "gap" between students who have computers and those who do not. The school needs a plan that is fair for everyone.

The Goal: Create a set of rules for using AI that helps students learn without being dishonest.

The Fake News Emergency

The Situation: A fake video of a local leader has gone viral on social media. In the video, the leader says things that are not true. People are angry and are starting to protest. This is hurting the community and making people lose trust in the news.

The Goal: Find a way to prove the video is fake and teach the public how to spot "Deepfakes" in the future.

The Urban Heat Crisis

The Situation: City data shows that poor neighborhoods are much hotter than wealthy, green suburbs. Some areas are 10°C hotter because they have too much concrete and not enough trees. This makes people sick, and electricity bills for cooling are too high for families to pay.

The Goal: Propose a plan to cool down the city streets and protect the people living there.

The Fast Fashion Waste Problem

The Situation: Many "fast fashion" companies make cheap clothes very quickly. Most of these clothes are made of plastic fibers (polyester) that do not disappear over time. Millions of unsold clothes are being dumped in other countries. This is poisoning the soil and the water.

The Goal: Design a plan to stop this waste and encourage people to buy clothes that last longer.