Aktionsplan für digitale Bildung 2021 bis 2027
Im September 2020 wurde der EU-Aktionsplan für digitale Bildung 2021 bis 2027 vorgestellt, dessen Umsetzung im Kontext des Europäischen Bildungsraums erfolgt.
Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu Erasmus+, damit Sie die umfassenden Fördermöglichkeiten optimal nutzen.
Erasmus+ läuft von 2021 bis 2027. Hier erfahren Sie mehr über die bildungspolitischen Hintergründe des Programms in Deutschland und Europa - und seine weitere Zukunft ab 2028.
Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen fundierten Überblick über die politischen Rahmenbedingungen des Programms Erasmus+. Ausgehend von den Planungen des Nachfolgeprogramms ab 2028 beleuchten wir wichtige Entwicklungen des Programms in seiner aktuellen Laufzeit (2021-2027). Zudem finden Sie zentrale Berichte und bildungspolitische Initiativen der EU-Kommission.
Das Erasmus-Programm hat eine Laufzeit von 2021 bis 2027. Schon jetzt werden die Weichen für ein Nachfolgeprogramm ab 2028 mit einer Laufzeit bis 2034 gestellt. Über diesen Prozess informieren wir Sie hier.
Ausblick
Die EU-Kommission hat am 16. Juli 2025 einen Vorschlag für das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2028 vorgestellt. Über den Entwurf wird aktuell im Rahmen der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR/MFF) der EU für 2028–2034 gesprochen. Laut Vorschlag soll das Budget des Programms um 50 Prozent erhöht werden und insgesamt 40,8 Milliarden Euro betragen.
Den Vorschlag der EU-Kommission für das Programm Erasmus+ ab 2028 können Sie hier nachlesen.
Die Perspektive Deutschlands
Erasmus+ ist eines der Aushängeschilder der EU. Das Programm macht Europa erlebbar, baut Vorurteile ab und verbessert die Qualität von Bildung, Jugend- und Sportaktivitäten durch internationale Zusammenarbeit. Seit mehr als 35 Jahren legt es die Grundlagen für prägende europäische Erfahrungen junger Menschen. In einem gemeinsamen Beitrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Kultusministerkonferenz (KMK), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) sind die Kernforderungen Deutschlands für das Programm Erasmus+ ab 2028 formuliert.
Das gemeinsame Papier von Bund und Ländern können Sie hier nachlesen [pdf].
Nela Riehl
„Erasmus+ ist kein Elitenprogramm, es ist ein Angebot für alle. Dafür werden im neuen Haushalt auch spezifische Fördermittel vorgesehen, die sich an Kinder aus einkommensschwachen Familien oder Regionen mit strukturellen Problemen richten.“ Mehr erfahren, wie sich Nela Riehl für das kommende Erasmus-Programm ab 2028 einsetzt.
Studie der TU Dortmund
Die Bildungsprogramme der EU blicken inzwischen auf eine fast 40-jährige Geschichte zurück. Wie aber wirken diese Programme in Deutschland insbesondere auch im Schulbereich? Und welche Bedingungen an Schulen müssen erfüllt sein, damit Erasmus-Projekte erfolgreich verlaufen? Antworten auf diese Fragen gibt eine wissenschaftliche Studie, die die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im PAD in Auftrag gegeben hat und die Anfang 2025 abgeschlossen worden ist.
Erstellt wurde die Studie durch ein Forscherteam der Universität Dortmund: Professorin Sabine Hornberg, Professor Michael Becker und Dr. Nadine Sonnenburg lehren dort an der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung und sind ausgewiesene Expertinnen und Experten zu Europa und zur empirischen Bildungsforschung.
Einen Überblick dazu gibt es hier: „Erasmus+ wirkt“
Kommunikationskit Erasmus+ wirkt
Wie geht es mit Erasmus+ ab 2028 weiter? Gemessen an der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland können derzeit nur ein Prozent von ihnen mit Erasmus+ europäischen Austausch erleben. Um dies zu ändern, braucht es eine angemessene finanzielle Ausstattung des Schulbereichs im neuen EU-Programm.
Das Kommunikations-Kit für Presse, Schulen, geförderte Einrichtungen und alle Personen, die uns dabei unterstützen möchten, den Schulbereich bei Erasmus+ ab 2028 zu stärken. Es enthält Textbausteine, Visuals für Social Media und hochauflösende Fotos für Ihre Kommunikation.
Empfehlung der Kultusministerkonferenz
Die Empfehlung beschreibt, welche europaorientierten Kompetenzen Schule und Unterricht vermitteln sollen, welchen spezifischen Beitrag einzelne Fächer und Lernbereiche in den verschiedenen Schulstufen sowie außerunterrichtlicher Aktivitäten leisten können. Ferner werden Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Lernbereichs auf verschiedenen Ebenen vorgeschlagen. Neu dabei ist, dass Europabildung als Aufgabe für die gesamte Schulfamilie verstanden wird.
Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz (Beschluss vom 8. Juni 1978 in der Fassung vom 15. Oktober 2020) können Sie hier nachlesen.
Empfehlung der Kultusministerkonferenz
In einer globalisierten Welt werden interkulturelle Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen für alle Kinder und Jugendlichen immer wichtiger. In der 2013 neu gefassten Empfehlung hebt die Kultusministerkonferenz deshalb die Potenziale kultureller Vielfalt hervor. Außerdem wurden Eckpunkte für die Arbeit in den Schulen entwickelt, die um Anregungen für Bildungsverwaltungen und für die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ergänzt werden.
Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz (Beschluss vom 25. Oktober 1996 in der Fassung vom 5. Dezember 2013, Überarbeitung am 18.09.2025) können Sie hier nachlesen.
Der Stellenwert europäischer und internationaler Austauschprogrammen für Schulen wird auch in weiteren Beschlüssen und Empfehlungen der Kultusministerkonferenz betont, etwa zum Thema
Christine Streichert-Clivot
„Ich selbst konnte mit Erasmus zwei Semester am Institut d’Etudes Politiques in Bordeaux studieren. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Und ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler schon während ihrer Schulzeit europäische Erfahrungen machen können. Als Präsidentin der Kultusministerkonferenz ist mir das ein wichtiges Anliegen. Getreu dem Motto: Einmal Erasmus, wieder Erasmus.“
EU-Kommissarin für Erasmus+
In der EU-Kommission, die seit Dezember 2024 im Amt ist, liegt die Zuständigkeit für Erasmus+ bei Vizepräsidentin Roxana Mînzatu. Ihr Portfolio umfasst Soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge. Hier erfahren Sie mehr über die EU-Kommissarin.
Im folgenden finden Sie einige Berichte der Europäischen Kommission sowie Strategiepapiere, in die das Erasmusprogramm eingebettet ist.
Die EU-Kommission hat ihren Bericht an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über die Zwischenevaluierung des Programms Erasmus+ 2021-2027 und die abschließende Evaluierung des Programms Erasmus+ 2014-2020 vorgelegt. Der Bericht vom 15. Juli (COM(2025) 395 final) ist online verfügbar.
Hier können Sie den Bericht in der deutschen Übersetzung lesen.
In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und der Kultusministerkonferenz hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Europäische Kommission eine Zwischenevaluation des Programms Erasmus+ erstellen lassen. Grundlage dieser Evaluation war ein von der EU-Kommission vorgegebener Fragebogen zur Wirksamkeit, Effizienz, Relevanz und Kohärenz des Programms. In Deutschland wurde die Evaluation um die Analyse der IT-Tools erweitert. Die Zwischenevaluation liegt seit Juni 2024 vor. Sie finden diese auch auf der Website der Kultusministerkonferenz.
Der Jahresbericht 2023 gibt einen Überblick über die Erfolge des EU-Programms und erläutert, in welche Bereiche die Mittel geflossen sind. Mit einem Gesamtbudget von über 4,5 Milliarden Euro ist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung um 12,5 Prozent zu verzeichnen. Damit unterstützte Erasmus+ fast 32.000 Projekte, an denen über 84.500 Organisationen beteiligt waren. Dies ermöglichte europaweit mehr als 1,3 Millionen Studierenden, Lernenden, Professoren und Professorinnen, Lehrkräften, Ausbilderinnen und Ausbildern, Jugendbetreuern, Sporttrainern und jungen Menschen an Lernmobilitäten teilzunehmen.
Mehr als 7.700 Projekte, die 2022 finanzielle Mittel erhalten haben, und über 353.000 Teilnehmende an Mobilitätsaktivitäten, die davon profitieren konnten: Diese Zahlen aus dem Bereich der Schulbildung nennt der Jahresbericht 2022 zum Programm Erasmus+, den die EU-Kommission veröffentlicht.
Im September 2020 hat die EU-Kommission die Mitteilung zur Schaffung eines Europäischen Bildungsraums bis 2025 veröffentlicht und dazu verschiedene Maßnahmen angekündigt. Vorgesehen sind Initiativen, Investitionen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, damit Europäerinnen und Europäer aller Altersgruppen das Bildungsangebot in der EU nutzen können. Darüber hinaus soll der Europäische Bildungsraum allen jungen Menschen EU-weite Beschäftigungsaussichten eröffnen.
Im Jahr 2009 haben die Bildungsministerinnen und -minister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den strategischen Rahmen der Bildungskooperation „ET 2020“ verabschiedet. Auf dieser Grundlage wurde 2021 der strategische Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung für 2021 bis 2030, kurz „ET 2030“, beschlossen. Er soll unter anderem einen Beitrag zur Vollendung des Europäischen Bildungsraums bis 2025 leisten. Darüber hinaus haben sich die EU-Mitgliedstaaten im ET 2030 auf folgende Schwerpunkte und Zielsetzungen für die europäische Bildungszusammenarbeit geeinigt:
Zu den wichtigsten Vorhaben des strategischen Rahmens „ET 2030” gehören dabei:
Zum “Strategischen Rahmen ET 2030” finden Sie auf der Website der Kultusministerkonferenz weitere Informationen.
Hier finden Sie den Wortlaut der Europäischen Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz
Am 13. Mai 2024 hat der Rat der Europäischen Union eine Empfehlung unter dem Titel „Europa in Bewegung – Lernmobilität für alle“ veröffentlicht. Ziel ist es, in den nächsten Jahren mehr Menschen das Lernen, Studieren oder Absolvieren einer Ausbildung im Ausland zu ermöglichen.
EU-Kommissarin für Erasmus+
„Ich habe diesen Traum, ich habe diesen Ehrgeiz, den ich heute mit Ihnen teile – ein Kind, ein Erasmus, oder anders gesagt: JEDES Kind in Europa soll von mindestens einer Erasmus-Erfahrung profitieren“.
Im September 2020 wurde der EU-Aktionsplan für digitale Bildung 2021 bis 2027 vorgestellt, dessen Umsetzung im Kontext des Europäischen Bildungsraums erfolgt.
Die Empfehlung des Rates vom 22. Mai 2018 greift eine Reihe bildungspolitischer Aspekte auf, die im Rahmen zuvor veröffentlichter Dokumente als zukünftige Herausforderungen im Bereich für allgemeine und berufliche Bildung identifiziert wurden.
Unter diesem Motto stand ein Workshop des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. In diesem Zusammenhang wurde eine Übersicht der verschiedenen Strategien erstellt, die von der EU-Kommission initiiert wurden, sowie zu anderen Gleichstellungsrichtlinien, Rahmenbeschlüssen und Initiativen. Zum Dokument
Präsidentin der Europäischen Kommission
„Wir müssen unsere Gesellschaft durch Bildung wieder vereinen, junge Menschen unterstützen und auf unseren Gemeinsamkeiten aufbauen. Deshalb setzen wir uns weiterhin für den Aufbau einer „Union of Equality“ ein und bekämpfen die Barrieren und Diskriminierungen, denen zu viele Menschen täglich begegnen. (…) Sie sind für die Entwicklung und den Aufbau einer „Union of Skills“ verantwortlich, (…) deren Schwerpunkte auf Investitionen, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen, beruflicher Aus- und Weiterbildung, dem Erhalt und der Anerkennung von Kompetenzen sowie der Verbesserung der Kompetenzintelligenz liegen.“ Hier den vollständigen „Mission Letter“ lesen
Europäische Initiativen
Mit der im Frühjahr 2025 gestarteten Initiative „Union of Skills“ will die EU-Kommission die Qualifizierung der Bürgerinnen und Bürger in Europa voranbringen, um für sie fit für den Arbeitsmarkt von morgen zu machen. Mehr darüber erfahren
Die EU-Kommission strebt mit dem Aufbau einer „Union of equality“ die Förderung von Gleichstellung und Inklusion an, um allen Menschen ein selbstbestimmtes Leben frei von Diskriminierung zu ermöglichen. Mehr darüber erfahren
Europas Zukunft gestalten: Ein Zwischenruf von Jean Asselborn
Jean Asselborn war von 2004 bis 2023 Minister für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten von Luxemburg. In seinem für unsere Website verfassten Beitrag befasst er sich mit der Entwicklung Europas in Zeiten von Populismus und Krieg - und wie Programme wie Erasmus+ dem entgegenwirken. Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.
Von der Erbfeindschaft zur Erbfreundschaft: Ein Beitrag von Kurt Kister
Kurt Kister war Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ in Bonn, Berlin und Washington und viele Jahre ihr Chefredakteur. Heute ist er als Autor für die Zeitung tätig. Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.
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