Auslandspraktika mit Erasmus+
Die Otto-Hahn-Realschule Bensberg in Bergisch-Gladbach (NRW) ermöglicht mit Erasmus+ ihren Schülerinnen und Schülern Praktika im Ausland. Darüber berichtete auch ein Fernsehteam der WDR Lokalzeit.
Malta, Island, Finnland, Türkei und Österreich: In diese Länder hat die Otto-Hahn-Realschule Bensberg in Bergisch-Gladbach insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler geschickt - für Auslandspraktika mit Erasmus+.
„Wir sind eine Realschule und die Jugendlichen, die bei uns für ein Praktikum ins Ausland gehen, sind entsprechend noch sehr jung, zwischen 14 und 16 Jahre“, erklärt Erasmus+ Koordinatorin Anke Schweizer. „Für diese Kinder ist es oft das erste Mal, dass sie alleine ins Ausland reisen. Das ist toll, wie sehr sie sich dabei in nur drei Wochen weiterentwickeln und wachsen.“ Sie selbst besuchte im März einen ihrer Schüler bei seinem Auslandspraktikum auf Malta und war beeindruckt von seinem Engagement.
Darüber sprach die Lehrerin kurz darauf auch im Fernsehen - die WDR Lokalzeit hatte einen Beitrag über die Erasmusaktivitäten der Schule gedreht und die Koordinatorin dazu live ins Studio eingeladen.
„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr zehn Schülerinnen und Schüler für ein Auslandspraktikum begeistern konnten. Sie müssen eigenständig sein, eine Fremdsprache den ganzen Tag lang nutzen - das ist eine große Bereicherung.“
Ingenieurbüro, Bauernhof oder Tauchschule
„Ich bin im Kunstkurs und zeichne gerne. In Mathe bin ich soweit auch ganz gut, ich mag es zu rechnen und Probleme zu lösen. Deshalb habe ich mir überlegt, das könnte etwas für mich sein.“ Die 15-Jährige Schülerin Cansu hat ihr Praktikum im Ausland bei einem Ingenieurbüro in Istanbul gemacht. Dabei konnte sie nicht nur ihr Türkisch verbessern, sondern durfte auch selbst Bauzeichnungen kopieren und den Architekten über die Schulter schauen.
„Ich war noch nie so lange ohne meine Eltern woanders, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel Neues gesehen“ sagt Sophie über ihre drei Wochen auf Island. Bei ihrem Auslandspraktikum auf einem Bauernhof durfte die 15-Jährige nicht nur Pferde füttern und streicheln, sondern mistete auch deren Ställe aus.
Auch das Praktikum von Tristan in einer Tauchschule auf Malta war kein Urlaub, wie seine Lehrerin Anke Schweizer selbst vor Ort feststellen konnte. „Er hat natürlich sehr viel rund ums Tauchen gelernt, aber auch bei Renovierungen geholfen und das ganze Equipment für den Start in die Saison vorbereitet. Dabei muss man sehr auf Sicherheitsstandards achten. Ich hatte den Eindruck, dass er durch diese neuen Aufgaben wirklich über sich hinausgewachsen ist.“
„Es war eine schöne neue Erfahrung und dadurch wird man auch selbstbewusster, weil man vieles alleine macht und ausprobiert.“