Blended Mobility mit eTwinning
Blended Mobility verbindet die Stärken digitaler Zusammenarbeit mit denen von Begegnungen vor Ort. Der digitale Austausch mit eTwinning bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Aktivierung der Schülerinnen und Schüler. Die Präsenzphasen ergänzen dies durch intensive, persönliche Begegnungen.
Verschiedene Lernformen kombinieren
Blended Mobility vereint die Vorteile digitaler Zusammenarbeit mit den Stärken persönlicher Begegnungen vor Ort. eTwinning ermöglicht in den Phasen des Online-Austauschs eine große methodische Flexibilität. So können die Schülerinnen und Schüler durch kollaborative Aufgaben, asynchrone Kommunikation und selbstständige Projektarbeit aktiviert werden. Die Präsenzphasen ergänzen dies durch intensive, persönliche Begegnungen, in denen die interkulturellen Beziehungen durch handlungsorientiertes Lernen vertieft werden. In der digitalen Zusammenarbeit können Themen und gegenseitige Besuche vor- und nachbereitet werden, sodass die Begegnungen vor Ort noch intensiver und nachhaltiger sind. Dabei ermöglicht es eTwinning, die Schülerinnen und Schüler von Beginn an aktiv einzubinden.
Vorteile einer Blended Mobility
Die Zeit, welche die Teilnehmenden im Rahmen eines Austauschprojekts gemeinsam vor Ort verbringen, ist intensiv, aber zeitlich begrenzt. Digitale Phasen vor und nach der Mobilität ermöglichen eine längere und intensivere Zusammenarbeit - vor allem zwischen den Schülerinnen und Schülern. Wenn einige organisatorische Aspekte oder einzelne Aufgaben in der Vor- und Nachbereitung in den digitalen Raum ausgelagert werden, kann die Zeit vor Ort besser für Aktivitäten genutzt werden, die die persönliche Interaktion zwischen den Beteiligten erfordern. Vor allem digitale Aktivitäten zum Kennenlernen machen es möglich, vorab Vertrauen zu den Partnern aufzubauen, sich auf Unterschiede in Sprache, Kultur und Routinen im Schulalltag einzustellen und einen inhaltlichen Einstieg in das gemeinsame Thema zu finden. Wenn die Partner nach der Mobilität weiter über eTwinning verbunden bleiben, hat man zudem vor Ort weniger Zeitdruck, Inhalte und Ergebnisse fertigzustellen, kann zusammen reflektieren und möglicherweise nächste gemeinsame Schritte planen.
Inklusion
Über eTwinning können alle am Austausch mitwirken. Die Aufgaben in eTwinning-Projekten sind vielfältig, sodass in den Online-Phasen jeder entsprechend der eigenen Fähigkeiten mitwirken kann. Auch Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedenen Gründen nicht mitreisen, können über eTwinning am Projekt mitwirken.
Mehr erfahrenDigitale Bildung
Der digitale Austausch mit eTwinning trägt zur Umsetzung der Priorität „Medienkompetenz und digitale Bildung“ bei. Die Teilnehmenden des Projektes setzten digitale Tools bewusst und zielgerichtet für die Zusammenarbeit ein und entwickeln ihre digitalen Fähigkeiten im europäischen Kontext weiter.
Mehr erfahreneTwinning in den verschiedenen Projektphasen
Die digitale Zusammenarbeit mit eTwinning kann vor, während und nach der Mobilität stattfinden. eTwinning kann in allen drei Phasen genutzt werden oder auch nur in einer Phase. Die koordinierenden Lehrkräfte entscheiden für ihr jeweiliges Projekt, in welchem Umfang eTwinning als digitale Komponente der Blended Mobility zum Einsatz kommen soll. Die Projektpartner arbeiten im gemeinsamen TwinSpace, einem digitalen Klassenraum auf der European School Education Platform, an den digitalen Aktivitäten. Die beteiligten Lehrkräfte registrieren das Projekt dort und können anschließend Schülerinnen und Schüler in den TwinSpace einladen. Die Inhalte des TwinSpaces sind nur für Mitglieder des Projektes sichtbar.
VOR der Mobilität
- Partnersuche: Lehrkräfte finden Projektpartner über die European School Education Platform.
- Kennenlernen: Lehrkräfte bzw. Schülerinnen und Schüler tauschen sich digital aus und können bereits in internationale Gruppen eingeteilt werden.
- Vorstellen: Alle am Projekt Beteiligten lernen die Schulen und Routinen der Partner kennen.
- Themenwahl: Schülerinnen und Schüler können aktiv an der Wahl des Themas beteiligt werden.
- Netiquette: Gemeinsam werden Regeln für die Kommunikation und Zusammenarbeit aufgestellt.
- Interkulturelles Training: Fragen zum Gastland und dem Alltag werden dort geklärt.
WÄHREND der Mobilität
- Organisation: Alle Dokumente und Absprachen können im TwinSpace zentral an einem Ort verwaltet werden.
- Kommunikation: ein sicherer Kommunikationskanal für alle Teilnehmenden
- Dokumentation: Im TwinSpace können Eindrücke (Fotos, Videos, Audios, Notizen, neuer Wortschatz) gesammelt werden, mit denen ggf. später weitergearbeitet werden kann.
- Teilhabe: Schülerinnen und Schüler, die nicht an der Mobilität teilnehmen, können digital mitarbeiten.
NACH der Mobilität
- Dokumentation: Gemeinsame Produkte und Ergebnisse wie Präsentationen oder eBooks können kollaborativ erstellt bzw. fertiggestellt werden.
- Evaluation: Feedback von allen Teilnehmenden kann eingeholt und dokumentiert werden.
- Dissemination: Die Projektergebnisse können innerhalb der beiteiligten Schulen verbreitet oder mit den Eltern geteilt werden.
- Kontaktpflege: Über eTwinninng kann der Kontakt zu den Projektpartnern aufrechterhalten werden.
Einfach starten
Ihre Kita oder Schule möchte durch Erasmus+ gefördert werden oder Sie sind als Lehrkraft noch nicht für eTwinning registriert? Hier finden Sie alle Informationen zu den ersten Schritten.
Förderung beantragen
Die EU fördert mit Erasmus+ den europäischen Schulaustausch. Hier erfahren Sie, welche Aktivitäten die EU unterstützt und wie Sie Mittel beantragen können.
Mehr erfahreneTwinning
Von der Registrierung über die Partnersuche bis zur Projektarbeit im TwinSpace. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt den Weg zu Ihrem ersten eTwinning-Projekt.
Mehr erfahrenBlended Mobility: Best Practice
Bridging Conservation
In diesem Projekt haben Schülerinnen und Schüler des Amandus-Abendroth Gymnasiums in Niedersachsen über zwei Jahre hinweg mit einer Partnerklasse aus Italien zum Thema UNESCO Weltnaturerbe gearbeitet. Die gegenseitigen Besuche mit Erkundungen des Wattenmeeres bzw. des Vulkans Etna wurden durch virtuelle Zusammenarbeit rund um nachhaltigen Tourismus ergänzt.
¡Comprometidos, cantemos todos!
Bei diesem Projekt haben Schülerinnen und Schüler der Georg-Büchner-Schule in Rodgau (Hessen) gemeinsam mit Jugendlichen aus Spanien und Frankreich die verbindende Sprache der Musik genutzt, um über Themen wie europäische Werte, Nachhaltigkeit und Solidarität in den Austausch zu kommen. Entstanden sind gemeinsame Songs und Videos.